Streetwear hat ihre eigene Sprache. Wer neu in dieser Welt ist, stolpert schnell über Begriffe wie „Drop", „Oversized" oder „Hype-Culture". Aber keine Sorge – hier wird alles erklärt. Willkommen im Streetwear-Lexikon.
Oversized – Größer ist besser
Oversized bedeutet: bewusst zu groß. Hoodies, die über die Hände fallen. T-Shirts, die wie Kleider sitzen. Hosen, die weit und locker fallen. Das ist kein Zufall und kein Fehler – es ist Absicht.
Oversized kommt aus der Skate- und Hip-Hop-Kultur der 80er und 90er. Damals ging es um Bewegungsfreiheit, Komfort und einen lässigen Look, der sich gegen die enge, körperbetonte Mode der Mainstream-Welt stellte. Heute ist Oversized ein Statement: Ich trage, was ich will – nicht, was mir vorgeschrieben wird.
Drops – Wenn Produkte zu Events werden
Ein „Drop" ist keine normale Produktveröffentlichung. Es ist ein Event. Brands kündigen an, dass an einem bestimmten Tag, zu einer bestimmten Uhrzeit, ein neues Produkt oder eine neue Kollektion verfügbar wird – oft in limitierter Stückzahl. Wer es haben will, muss schnell sein. Wer zu spät kommt, hat Pech.
Hype-Culture – Wenn Kleidung zur Währung wird
Hype ist schwer zu definieren, aber leicht zu erkennen. Es ist das Gefühl, dass alle über ein bestimmtes Produkt sprechen. Dass es auf Instagram überall zu sehen ist. Dass Menschen Schlange stehen, um es zu kaufen. Dass es auf Resale-Plattformen für das Dreifache des Originalpreises verkauft wird.
Hype-Culture entstand mit Brands wie Supreme, Off-White und Yeezy. Sie verstanden, dass Streetwear nicht nur Mode ist – sie ist Kultur, Identität, Status. Ein Box-Logo-Hoodie ist nicht nur ein Hoodie. Es ist ein Symbol. Ein Ausweis. Ein Statement.
Aber Hype hat auch seine Schattenseiten. Bots kaufen Produkte in Sekunden auf. Reseller treiben Preise in die Höhe. Manche kaufen nicht, weil sie das Produkt lieben, sondern weil sie es weiterverkaufen wollen. Hype kann authentisch sein – oder künstlich erzeugt.

Weitere Streetwear-Codes im Überblick
Collab (Collaboration): Wenn zwei Brands zusammenarbeiten und eine gemeinsame Kollektion herausbringen. Oft entsteht dabei etwas Besonderes – und Begehrtes.
Grails: Das ultimative Piece, das jeder Streetwear-Fan haben will, aber nur wenige besitzen. Oft vintage, oft teuer, immer begehrt.
Fit: Nicht die Größe, sondern das gesamte Outfit. „Dein Fit ist clean" bedeutet: Dein Outfit sitzt perfekt.
Warum das alles wichtig ist
Streetwear ist mehr als Kleidung. Es ist eine Sprache, eine Kultur, eine Bewegung. Wer die Codes kennt, versteht, warum ein Hoodie 300 Euro kosten kann. Warum Menschen um 6 Uhr morgens vor einem Shop stehen. Warum ein T-Shirt mit einem bestimmten Logo mehr bedeutet als nur Stoff.
Bei Otto STRTWR geht es nicht um künstlichen Hype. Es geht um Designs, die eine Geschichte erzählen. Um Pieces, die du trägst, weil sie dich ansprechen – nicht, weil alle anderen sie haben. Aber die Codes zu kennen, hilft zu verstehen, woher Streetwear kommt und wohin sie geht.
Willkommen in der Welt der Streetwear. Jetzt kennst du die Regeln – und kannst sie brechen, wenn du willst.
Welche Streetwear-Codes kanntest du schon? Gibt es Begriffe, die wir vergessen haben? Schreib es uns in die Kommentare – wir freuen uns auf den Austausch!
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